(Meta/SunnyMoon)
Breite Pranken hat der Pianist Stefan Graser, wie beispielsweise auf „Metal Heart“ deutlich wird. Aber es ist ja zu begrüßen, wenn ein deutsches KlavierTrio einmal nicht allein im romantischen Schönklang versumpft. Mit dem Bassisten Andreas Lang und dem Schlagzeuger Roland Schneider, der ordentlich lospoltern kann, wenn‘s drauf ankommt, hat Graser genau die richtigen Musiker an seiner Seite. Versunkene Seligkeit wie in „Staakow“ beherrschen sie auch, aber es sind doch vor allem die herausfordernd, frisch und frech formulierten Songs wie „Der Kämpfer“ oder „Akkordereignis“, die diese DebütCD so bemerkenswert machen. Wie drei Musiker miteinander ins Gespräch und darüber zu eigenen Klängen kommen das ist eigentlich das ganze Geheimnis. Die fast durchweg vom Leader stammenden Songs bieten die Möglichkeit dazu und das Graser Trio nutzt sie mit einer erstaunlichen Floskelvermeidungsstrategie.
Rolf Thomas, Jazz thing 84
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